Bayerische Meisterschaften Nürnberg 2024 und Bayern-Cup 2024 - Cham
20.03.2024, Rhythmische Sportgymnastik
Bayerische Meisterschaften Nürnberg 2024 und Bayern-Cup 2024 - Cham
Faszinierende Erfolgsserie von Luzie-Riva Lampe
Bei den Bayerischen Meisterschaften der Rhythmischen Sportgymnastik erringt die Friedbergerin einen zweiten und zwei dritte Podestplätze
Die Rhythmische Sportgymnastik ist eine anmutige und künstlerische Turnsportart. Sie kombiniert Bewegungen aus Tanz und Ballett mit Akrobatik und dem Einsatz von Handgeräten wie Bändern, Bällen und Reifen. Sie erfordert Talent, Beweglichkeit und hohe Konzentrationsfähigkeiten, die im Wettkampf mit musikalischer Begleitung einhergeht.
Unter diesem Aspekt begleitete Trainerin Sylvia Basch am 16. März ihre Sportgymnastinnen Lia Siebert und Luzie Riva Lampe nach Nürnberg, wo es bei den Bayerischen Meisterschaften der Leistungsklassen der Rhythmischen Sportgymnastik im Kampf um das Siegerpodest zur Sache ging. Wettkampfort war die Sporthalle des Berufsbildungszentrums der Stadt Nürnberg. Als Veranstalter übertrug der Bayerische Turnverband dem TSV 1848 Nürnberg die Ausrichtung der Wettkämpfe, wo sie über die Bühne gingen.
Lia trat in der Schülerleistungsklasse 10 an. Elf Gymnastinnen kämpften hier um die Treppchenplätze. Am Ende schaffte sie einen guten 9. Platz mit einer ausdrucksstarken Übung ohne Handgerät und zwei sauber geturnten Übungen mit dem Reifen und den Keulen.
In der Jugendleistungsklasse 15 ging Luzie Riva Lampe an den Start. Hier waren vier Übungen gefordert - Ball, Band, Reifen, Keulen. In dieser Leistungsklasse gibt es in Bayern nur wenige Sportgymnastinnen, die sich in dieser Hochleistungssportart messen können. Die Gegnerinnen von Luzie- vier an der Zahl - kamen ausnahmslos vom TSV 1848 Nürnberg, darunter auch Alina Ott, eine Ausnahmesportgymnastin, die dieses Jahr zu den Qualifikationswettkämpfen der Europameisterschaft nominiert wurde.
Als echte Wettkampfsportlerin und höchstmotiviert, sich im Vergleich mit einer so bekannten und erfolgreichen Gymnastin messen zu dürfen, absolvierte Luzie ihre vier Übungen mit Bravour und Ausdrucksstärke und imponierte mit ihrer Aura nicht nur das Kampfgericht. Lohn der Anstrengung war in der Mehrkampfwertung ein hart erkämpfter Treppchenplatz 3. In den Gerätefinals wuchs Luzie über sich hinaus und schaffte mit dem Band die Sensation. Unmittelbar stand sie freudestrahlend hinter der unschlagbaren Nürnbergerin Alina Ott auf Podestplatz zwei und vollbrachte mit dem Reifen auf Rang 3 ein ähnliches Kunststück. So durfte Luzie insgesamt dreimal das Treppchen erklimmen und teilte ihren Erfolg mit einer Trainerin, die ihren Stolz nicht verhehlte.
Mit dieser hervorragenden Leistung erreichte Luzie zudem das erste Mal die Qualifikation zu den Regionalmeisterschaften am 20./21. April in Nürnberg. Diese sind wiederum die Qualifikation zu den Deutschen Jugendmeisterschaften, die vom TSV Schmiden in Fellbach/Württ. ausgetragen werden. Sie sind das höchste Ziel, das die Friedberger Sportgymnastin nun im Auge behält.
Nun heißt es in den nächsten Tagen in der Intensität des Trainings noch eine Schippe draufzulegen, um sich bestmöglich bei den Regionalmeisterschaften zu präsentieren.
Am 9. März fand zuvor in Cham der Bayern Cup der Wettkampfklassen der Rhythmischen Sportgymnastik statt. Hierfür hatte sich für Friedberg bei den Bezirksmeisterschaften alleinig Milana Brichka in der Schülerwettkampfklasse (10-12 J.) qualifiziert. Das Teilnehmerfeld in dieser Altersklasse war mit 32 Gymnastinnen riesig. Mit einer guten ohne Handgerät Übung und einer Reifen- und Ballübung konnte sie sich einen guten 20. Platz sichern. Sicher wird man in den nächsten Jahren noch mehr Positives von den beiden 10jährigen Sportgymnastinnen hören. (wm-)