RSG Turnerin Luzie Riva Lampe - Fotoshooting 30.07.26

30.07.2026, Rhythmische Sportgymnastik

Sportlicher Werdegang von RSG Turnerin Luzie Riva Lampe vom TSV Friedberg Luzie-Riva Lampe gehört zu den großen Nachwuchs- und Leistungsträgerinnen der Rhythmischen Sportgymnastik in Bayern und hat sich auf nationaler Ebene etabliert: Sportlicher Hintergrund & Verein • Verein: TSV 1862 Friedberg (Abteilung Rhythmische Sportgymnastik). • Verband: Sie vertritt den Bayerischen Turnverband (BTV) bei nationalen Titelkämpfen. Sportlicher Werdegang • Finals 2025 (Dresden): 2025 rückte sie kurzfristig nach und vertrat Bayern bei den Finals in Dresden, wo sie im Einzel-Mehrkampf den 17. Platz erreichte. • Qualifikation & Finals 2026 (Hannover): Bei den Qualifikationswettkämpfen (u. a. in Berlin) zeigte sie herausragende Leistungen und sicherte sich das begehrte Ticket für die Finals 2026 in Hannover – als einzige bayerische Einzelgymnastin im Feld. Schritt an den Bundesstützpunkt Schmiden Die Berufung bzw. Einladung durch DTB-Teamchefin Isabell Sawade an das Nationale RSG-Zentrum am Bundesstützpunkt Fellbach-Schmiden ist ein entscheidender Karriereschritt: • Trainingsumfeld: In Schmiden trainieren die besten Gymnastinnen Deutschlands unter der Leitung des Bundestrainerteams (u. a. Yulia Raskina im Einzel und Camilla Pfeffer in der Gruppe). • Perspektive: Die Aufnahme in die Strukturen des Bundesstützpunkts ermöglicht ihr den Zugang zu hochprofessioneller Trainingssteuerung, Betreuung und der Chance, sich international für den DTB zu empfehlen. Bei den Finals 2026 in Hannover erzielte Luzie-Riva Lampe vom TSV 1862 Friedberg folgende Platzierungen in den Einzel-Gerätefinals: • Gerätefinale Ball: Platz 7 (mit einer Wertung von 23,100 Punkten) • Gerätefinale Band: Platz 9 (mit einer Wertung von 22,350 Punkten Luzie Riva Lampe trainierte in den vergangenen Monaten bei RSG Turnerinnen im italienischen Udine. Dort wurde sie herzlich aufgenommen und verbesserte ihr Können mit Vehemenz. Ihre Hometrainerin Sylvia Basch vom TSV Friedberg begrüßte Luzies positive Entwicklung und wünscht ihr für die Zeit in Schmiden alles erdenklich Gute. Dort hat sie nun Gelegenheit im Beisein von Olympiasiegerin und Weltmeisterin Darja Varfolomeev zu trainieren.

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Ein großer Sprung nach vorne Turnen: Die 17-jährige Luzie-Riva Lampe steigert sich bei den deutschen Meisterschaften der Rhythmischen Sportgymnastik gewaltig. Jetzt wartet die Nationalmannschaft.

Von David Libossek

Friedberg/Hannover Kurz bevor sie das Ende der Fläche erreichte, verlor Luzie-Riva Lampe den Kampf gegen ihre Emotionen. Die Sportlerin im quietschgelben, mit bunten Pailletten verzierten Dress konnte ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Tränen der Freude und der Erleichterung. „Beim Einturnen hat nichts geklappt, ich habe das Band mal zu weit, mal zu kurz geworfen“, erzählt die 17-jährige Rhythmische Sportgymnastin des TSV Friedberg über das deutsche Fi­nale mit dem Band. Während ihrer Darbietung aber landete das Gerät immer dort, wo es landen sollte. „In der Schlusspose hab’ ich gewusst: Ich hab’ es geschafft. Alles, für das ich das ganze Jahr gearbeitet habe, hat sich gelohnt. Da fällt richtig Druck von einem ab.“ Den Druck ließ sich die Friedbergerin während ihrer Performances bei den Finals in Hannover, bei denen die Deutschen Meisterinnen und Meister in 24 Sportarten ermittelt wurden, selten anmerken. Sie genoss sichtlich ihren Auftritt auf der größtmöglichen nationalen Bühne. „Auf der Flä­che war’s mega zu turnen. Die Atmo­sphäre war toll. Eine Millionen Kame­ras waren auf einen gerichtet. Das war ein cooles Gefühl“, schildert die Athletin, die in der ersten Jahreshälfte ei­gens im italienischen Udine trainier­te. Und sich gewaltig steigerte. Im Mehrkampf sammelte sie mit 87,300 Wertungspunkten fast 15 Zähler mehr als im Vorjahr, als sie noch ab­geschlagen Letzte wurde.

Die Friedbergerin zeigte im Finale einen fehlerfreien Auftritt. tiert die 17-Jährige. Also: Nicht mehr groß drüber nachdenken, einfach weitermachen. Das wirkte: Mit Keu­len, Reifen und Band zeigte sie starke Auftritte. Mit Reifen und Band schaffte sie es sogar unter die besten Acht und so­mit erstmals ins jeweilige Einzelgerä-te-Finale. Die Stimmung dort nennt sie „unglaublich“, denn: „Alle Zu­schauer haben einen unterstützt.“ Da­runter wie schon tags zuvor ihre Großeltern, Mama und Papa, der aus Hannover kommt, sowie ihre Tante und ihre beste Freundin Emilia. „Sie ist extra am Samstag um halb sechs morgens losgefahren, um dabei zu sein. Das war richtig süß von ihr“, sagt Lampe. Die Unterstützung konnte man landesweit sehen: Im Stream der Sportschau war über die gesamten Wettkämpe hinweg ein Pla­kat mit der Aufschrift „Forza Luzie“ (Auf geht’s, Luzie) im Bild. In ihren Final-Übungen blieb sie fehlerfrei, zeigte, dass sie mit der Spit­ze mithalten kann. Schließlich war sie in beiden Endläufen eine von nur zwei Finalistinnen, die nicht der aktuellen Nationalmannschaft um die Olympia-siegerin Darja Varfolomeev angehö­ren. „Ich wusste, dass ich mein Niveau gesteigert habe. Ich wollte mir kein Ziel setzen, sondern das, was ich mir erarbeitet habe, bestmöglich turnen.“ Und das gelang ihr eindrucksvoll. Nicht von ungefähr trainiert auch Lampe ab September am Bundesstützpunkt in Schmiden. So wie Varfo­lomeev, die Lampe in Hannover als „tolles, nettes Mädchen“ erlebte. Die Friedbergerin betritt im Osten Stuttgarts nicht nur geografisch, son­dern auch sportlich Neuland. So wird sie künftig in der Gruppe antreten, die Übungen also gemeinsam mit vier weiteren Gymnastinnen gleichzeitig absolvieren. „Die Trainer vor Ort se­hen Potenzial in mir“, sagt sie stolz: „Die Nationalmannschaft ist etwas schloss Lampe im Mittelfeld, auf Rang elf, ab. Und das trotz eines frühen Rückschlags. Denn gleich in der ersten Übung kam der blaue Ball außerhalb ihrer Reichweite auf – ausgerechnet während der Schlusspose. Mit versteinerter Miene verließ Lampe das Rampenlicht. „Im ersten Moment war ich traurig. Aber ich wusste auch: Ich habe noch bei drei weiteren Übungen die Chance aufs Einzelfinale.“ Sie er­innerte außerdem einen Spruch ihrer Trainerin. „Wenn die Musik angeht, weiß dein Körper, was zu tun ist“.Zunächst gehört Lampe der zweiten Gruppe an. Sie stellt fest: „Der Weg ist noch weit.“ Was ihre Kar­riere betrifft, ist das Ende der Fläche jedenfalls lange nicht erreicht.

Bild aus dem Bericht RSG Turnerin Luzie Riva Lampe - Fotoshooting 30.07.26
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