Bericht - Rhythmische Gymnastik - Südsterne Cup 2026 - Cham
23.07.2026, Rhythmische Sportgymnastik
Friedberger Gymnastik-Nachwuchs zeigt Klasse - Beer erneut stark
Zahlreich vertreten war der TSV Friedberg beim Südsterne Cup der Rhythmischen Gymnastik in Cham.
Mathilda Beer erreichte Platz 4 und bewies zum Saisonabschluss ihre gute Form
Bei hochsommerlichen Temperaturen fanden sich auch dieses Jahr annähernd 70 Turnerinnen der Rhythmischen Gymnastik aus ganz Bayern zum traditionellen Südsterne Cup im oberpfälzischen Cham ein. Gleichzeitig fand auch der Nachwuchscup Gymnastik Kür-Übungen Mannschaften statt, bei dem allerdings keine Friedberger Vertreterinnen am Start waren. Insgesamt 13 Gymnastinnen schickte der TSV Friedberg diesmal in die Einzelwettkämpfe.
Bei diesen außergewöhnlichen Temperaturen turnten die jungen Sportlerinnen vom TSV Friedberg zwei Durchgänge mit verschiedenen Handgeräten. Den Anfang machten die Gymnastinnen der K 8 (11 bis 14 Jahre). Johanna Machado eröffnete etwas nervös als erste Starterin den Wettkampf. Sie erkämpfte sich einen guten 33. Platz im großen Starterfeld. Ihre Teamkollegin Hanna Rothe zeigte mit ihrem Lieblingshandgerät Ball eine elegante Performance. Trotz großer Aufregung und kleiner Patzer in der Seilübung gelang ihr ein guter 34. Rang. Eva Angeli erreichte mit einer soliden Seilübung und einem besser bewerteten Ball-Durchgang den 35. Platz. Etwas besser lief es bei Diana Giordanini, die sich mit zwei ordentlichen Küren insgesamt den 30. Platz sicherte, dicht gefolgt von Lisa Hafner als 31., deren grazile Seilübung und Ballübung trotz kleiner Fehler schön anzusehen war. Hervorzuheben ist, dass beide Gymnastinnen mit dem schwierigen Handgerät Seil deutlich mehr Punkte als mit dem Ball sammelten.
Routiniert zeigte Luise Karl einen ordentlichen ersten Durchlauf mit dem Ball. Der zweite Auftritt mit dem Seil wirkte sicherer und ausdrucksstärker, so dass sie in Summe den Platz 21 erreichte. Platz 20 ging an Magdalena Wagner Bertello, die trotz großer Nervosität eine gekonnte Seil-Performance zeigte. Zu mitreißender Musik turnte sie ausdrucksstark mit dem Ball über die Wettkampffläche und zeigte, dass sie sich deutlich im Vergleich zum Vorjahr verbessern konnte.
Der Höhepunkt aus Friedberger Sicht war der Auftritt von Mathilda Beer. Sie überzeugte durch eine gefühlvolle Ball-Kür mit hohen Würfen. Der zweite Durchgang mit dem Seil wirkte trotz eines Verlustes des Handgeräts kraftvoll, athletisch und selbstbewusst. Leider ließ sie hier wichtige Punkte liegen, die den Sprung aufs Treppchen verhinderten. Ganz knapp vor dem Treppchen sicherte sich Mathilda, somit verdient einen souveränen 4. Platz. Da die Leistungsdichte vor allem unter den sieben Bestplatzierten enorm war und nur wenige Gymnastinnen im Gesamtfeld zwei Topwertungen in beiden Handgeräten erzielten, verdient die Leistung von Mathilda Beer sehr große Anerkennung und bestätigt ihre hervorragende Form zum Saisonabschluss.
Am Nachmittag traten die Altersklassen K7 (10 bis 11 Jahre) und K9 (15 bis 18 Jahre) im Wechsel an. In der K7 starteten Kira Yakimenko, Flora Brugger und Albina Bachurska. Auch die jüngsten Starterinnen des TSV Friedberg haben fleißig für diesen Wettkampf trainiert und freuten sich, bei einem Wettkampf auswärts ihre Übungen zu zeigen. In dieser Altersklasse präsentierten alle Gymnastinnen Übungen mit den Handgeräten Band und Ball. Hohe Sprünge und elegante, fließende Tanzschritte gelangen allen drei Gymnastinnen. Am Ende erreichte Kira mit zwei grazilen Übungen den 9. Platz, Albina einen starken 10. und Flora den verdienten 12. Platz,
In der K 9 turnten Katharina Schütz und Frieda Kandler, die erstmals beide am Vormittag auch als Kampfrichterinnen auf bayrischer Ebene aktiv waren. Frieda turnte leicht und anmutig mit dem Seil und präsentierte eine sichere Ballübung mit einem strahlenden Lächeln. Sie erreichte einen sehr guten 8. Platz. Katharina Schütz gelang mit dem Ball ein souveräner und ordentlicher Durchgang, mit dem sie in der Einzelwertung einen 6. Platz belegte. Allerdings haderte sie wie beim letzten Wettkampf in Hof wieder mit ihrer Seilübung und konnte ihre gewohnte Leistung nicht abrufen. Im Gesamtranking belegte sie damit den 9. Rang.
Die Trainerinnen Elena Enderle und Erika Ranf freuten sich über die guten Ergebnisse und die Freude, mit der die Mädchen turnten. „Die Konkurrenz schläft nicht, wir trainieren fleißig weiter und versuchen uns im nächsten Jahr wieder weiter nach vorne zu schieben. Im nächsten Jahr wird mit dem Band geturnt und das ungeliebte Seil verschwindet erstmal von der Wettkampffläche!“ resümierte Elena Enderle, die ganztägig als Kampfrichterin im Einsatz, war optimistisch. (urschü)