Deutschland Cup - Rhythmische Gymnastik
24.06.2026, Rhythmische Sportgymnastik
24.06.26
Friedbergs Nachwuchs setzt ein Ausrufezeichen auf Bundesebene
Starker Auftritt der Rhythmischen Gymnastinnen beim Deutschland-Cup
Mit einem mitreißenden Auftritt sicherte sich die Formation des TSV Friedberg einen hervorragenden 7. Platz beim Deutschland-Cup Dance Kleingruppe des DTB.
Fast 200 Tänzerinnen und Tänzer aus ganz Deutschland sorgten in der voll besetzten Sporthalle im baden-württembergischen Sersheim nahe Stuttgart für spannende Wettkämpfe. Unter den 37 startenden Gruppen in drei Altersklassen waren lediglich drei bayerische Teams vertreten - eines davon die Dance-Kleingruppe des TSV Friedberg aus der Sparte Rhythmische Gymnastik in der Altersklasse 11-15 Jahre.
Die Gruppe bestehend aus Jana Deibel, Katharina Schütz, Frieda Kandler, Mathilda Beer, Luisa Sedlmaier und Luise Karl hatte sich wie bereits im Vorjahr für den Deutschland-Cup qualifiziert. Der 10. Platz aus dem Vorjahr sollte verteidigt und idealerweise verbessert werden. In der Besetzung gab es nur eine kleine Änderung: Da eine Athletin altersbedingt nicht mehr starten durfte, rückte Frieda Kandler nach und fand sich sofort gut ein. „Ich habe mich sehr auf meinen ersten Dance-Wettkampf gefreut. Dass dabei diese geniale Platzierung rauskommt, hätte ich nicht gedacht!", sagte sie strahlend bei ihrer ersten deutschen Meisterschaft im Team.
Nach der Akkreditierung begann für die Mädchen ein aufregender Wettkampftag mit einer kurzen Stellprobe. Ein emotionaler Höhepunkt für alle Beteiligten war der Einmarsch der Gruppen und das Spielen der Nationalhymne. „Das ist schon ein sehr besonderer Moment in der Halle!", meinte Katharina Schütz stolz.
Die gut zweiminütige Kür der Friedbergerinnen zur Netflix-Serie Dallas Cowboys Cheerleaders wurde seit dem vergangenen Jahr stetig überarbeitet, der Schwierigkeitsgrad erhöht. Als Cheerleaderinnen verkleidet stellten die Mädchen das harte Auswahlverfahren für die US-Profiteams dar. Die Choreografie enthielt anspruchsvolle Körpertechniken wie Sprünge, Stände, Drehungen, Beweglichkeitselemente sowie die vorgeschriebenen Pflichtelemente, die nur bei korrekter Ausführung aller Gruppenmitglieder gewertet werden. Hinzu kamen Partner- und Gruppenteile sowie variantenreiche Aufstellungen.
Vor dem ersten Durchgang war die Nervosität deutlich spürbar. Doch die Herzogstädterinnen zeigten eine mitreißende Performance. Lautstark wurden beide Durchgänge vom großen mitgereisten Fanclub unterstützt. Bereits die beeindruckende Anfangspose in Form einer Menschenpyramide beeindruckte das Publikum. „Die drei Pflichtteile liegen ganz gut im ersten Durchgang, nur bei einem Sprung haben sich kleine Fehler eingeschlichen. Manchmal waren wir an manchen Stellen ein bisschen asynchron", fasste Mathilda Beer den Auftakt zusammen.
Hochkonzentriert ging das Team in die zweite Runde und präsentierte sich kraftvoll und synchron. Die dynamischen Partnerteile gelangen sicher, das Zusammenspiel wirkte nervenstark und souverän. Ausdrucksstark turnten die Mädchen ihre Kür, meisterten schwierige Tanzschritte, variantenreiche Sprungkombinationen und dynamische Hebefiguren.
Die vielen Trainingsstunden zahlten sich letztendlich aus. Mit einem sensationellen 7. Platz auf Bundesebene verbesserte sich die Gruppe insgesamt um drei Ränge im Vergleich zum Vorjahr. Auch das interne bayerische Duell gegen den TV Traunstein in ihrer Altersklasse entschieden die Friedbergerinnen klar für sich. „Wir hatten so viel Spaß auf der Wettkampffläche und sind sehr stolz auf unsere Leistung", sagte Luisa Sedlmaier. Für Luise Karl und Jana Deibel war die Atmosphäre in der Halle ein besonderer Moment: „Auf Bundesebene so angefeuert zu werden, dann so motiviert und gut vorbereitet durch unsere Trainerin eine starke Leistung abzuliefern, ist schon sehr cool!"
Trainerin Elena Enderle, die die Gruppe seit mehreren Jahren betreut, zeigte sich hochzufrieden: „Die Mädels haben sich die letzten Jahre zu selbstbewussten jungen Frauen entwickelt und es erfüllt mich mit Stolz, diese Entwicklung mitzuerleben. Sie rocken die Wettkämpfe und bringen immer eine gute Stimmung in die Halle. Auch mit wenig Trainingszeit holen sie auf jedem Wettkampf das Beste raus. Besonders toll ist die Stimmung innerhalb der Gruppe. Es gibt immer was zu lachen und somit wird auch das Training nie langweilig. Ich freue mich auf zahlreiche weitere erfolgreiche Wettkämpfe." Bereits Ende Juli steht der nächste Wettkampf in Mainaschaff an. Dort möchten sich die Friedbergerinnen auf bayerischer Ebene ein weiteres Mal in diesem Jahr für einen Deutschland-Cup qualifizieren. (Ursula Schütz)