Schwäbische Mannschaftsmeisterschaften im Trampolinturnen 2026
18.06.2026, Trampolin
Schwäbische Mannschaftsmeisterschaften im Trampolinturnen 2026 in Friedberg
Schwäbische Mannschaftsmeisterschaften im Trampolinturnen 2026
Silber-Krimi vor heimischem Publikum: dem TSV Friedberg fehlen am Ende nur 0,11 Punkte zum Titel
Bei der erstmals in der Sporthalle des TSV 1862 Friedberg ausgetragenen Schwäbischen Mannschaftsmeisterschaft durchlebte der gastgebende Verein am 13. Juni 2026 das gesamte Gefühlsspektrum des Trampolinsports: eine umjubelte Vize-Meisterschaft, einen starken vierten Platz der Jüngsten und ein herzzerreißendes Sturz-Drama.
Friedberg. Es sind Geschichten, wie sie nur der Sport schreibt: von triumphaler Freude und von bitterem Pech, oft nur Augenblicke voneinander entfernt. Bei den Schwäbischen Mannschaftsmeisterschaften im Trampolinturnen 2026, die zum ersten Mal in Friedberg über die Bühne gingen, lagen Jubel und Enttäuschung für die Athletinnen und Athleten des TSV 1862 Friedberg so nah beieinander wie selten zuvor. Drei Mannschaften schickte der Gastgeber ins Rennen, und jede schrieb ihre eigene Geschichte.
Silberglanz im Finalkrimi: Friedberg 3 fehlen nur 0,11 Punkte zum Gold
Den emotionalen Höhepunkt lieferte die Mannschaft „Friedberg 3" in der Klasse Jugend mixed (14 Jahre und älter). Julina Kimmel, Marc Kimmel, Sara Tuffentsammer und Alexandra Wachtel lieferten sich mit dem TV 1860 Immenstadt ein Duell, das an Dramatik kaum zu überbieten war.
Schon im Vorkampf hatte das Friedberger Quartett ein Ausrufezeichen gesetzt und mit 240,2 Punkten das gesamte Feld angeführt, hauchdünn vor dem TSV 1880 Neu-Ulm (240,0) und dem TV 1860 Immenstadt (239,4). Getragen wurde der Auftritt von zwei herausragenden Einzelergebnissen: Julina Kimmel (80,840 Punkte) und Marc Kimmel (80,600) belegten in der Einzelwertung des Vorkampfs die Ränge drei und fünf.
Im Finale, das die Halle zum Beben brachte, kehrte sich das Bild um eine Winzigkeit:
| Mannschaft | Finalwertung |
|---|---|
| TV 1860 Immenstadt 3 | 127,95 |
| TSV 1862 Friedberg 3 | 127,84 |
| TSV 1880 Neu-Ulm 5 | 124,26 |
Ganze 0,11 Punkte fehlten am Ende zum schwäbischen Meistertitel. Sara Tuffentsammer wuchs im Finale über sich hinaus und sicherte dem Team mit der teamintern besten Finalwertung von 43,220 Punkten die Silbermedaille, dicht gefolgt von Julina Kimmel (42,450) und Marc Kimmel (42,170). Am Ende standen der Titel des Schwäbischen Vize-Mannschaftsmeisters und der Stolz, das stärkste Feld des Tages bis zur letzten Übung gefordert zu haben.
Die jüngste Garde: Platz vier für die Zukunftshoffnungen
Auch die Nachwuchsmannschaft „Friedberg 1" sorgte für Furore. In der Klasse Schüler mixed (13 Jahre und jünger) zog das Trio Camille Bidmon, Amelie Pamer und Lisa Marie Rank mit einem starken Vorkampf von 219,6 Punkten als zweitbestes Team des gesamten Feldes ins Finale ein. Den Ton gab dabei Amelie Pamer an, die in der Einzelwertung des Vorkampfs einen hervorragenden dritten Platz (75,920 Punkte) belegte, gefolgt von Lisa Marie Rank (Rang 7, 73,740 Punkte).
Im Finale musste sich das junge Team mit 109,74 Punkten nur den starken Mannschaften aus Neu-Ulm und Immenstadt geschlagen geben und belegte einen hochverdienten vierten Platz. Beste Friedbergerin im Finale war erneut Amelie Pamer mit 38,660 Punkten.
Der bittere Moment: das Drama um Friedberg 2
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Für den schmerzhaftesten Moment des Tages sorgte das Trio „Friedberg 2" in der Klasse Jugend mixed: Emily Ullmann, Marla Keßler und Vivien Lichtenstern hatten sich den Einzug ins Finale fest vorgenommen.
Dann aber schlug das Schicksal zu. In der Kür passierte, was der Albtraum jeder Trampolinturnerin ist: Emily Ullmann verlor die Kontrolle und musste ihre Übung vorzeitig abbrechen. Nach einer starken Pflicht, die noch mit soliden 34,040 Punkten bewertet worden war, blieben in der Kür bittere 8,660 Punkte auf der Anzeigetafel stehen.
Ihre Teamkolleginnen kämpften wie die Löwinnen, um den Patzer aufzufangen: Vivien Lichtenstern glänzte in der Kür mit starken 40,500 Punkten und erreichte im Gesamtergebnis 78,600 Punkte, Marla Keßler steuerte 74,250 Punkte bei. Doch weil eine Mannschaft in dieser Dreier-Formation über keine Streichwertung verfügt, wog der Abbruch doppelt schwer, denn jeder Wert zählte. Mit 195,6 Punkten landete „Friedberg 2" im Vorkampf auf dem sechsten Rang und verpasste den Finaleinzug. Ein bitterer Moment für ein Trio, das an diesem Tag mehr Kampfgeist gezeigt hat, als es das nackte Ergebnis verrät.
Fazit: ein Team, das zusammenhält
Der TSV Friedberg hat bei seiner ersten Heim-Meisterschaft alles erlebt: den schmerzhaften Rückschlag durch Emily Ullmanns Sturz, den stolzen vierten Platz der Jüngsten und einen Silber-Krimi, der erst um 0,11 Punkte entschieden wurde. Eines aber steht fest: Diese Mannschaft hält zusammen, steht nach Stürzen wieder auf und wird beim nächsten Mal noch stärker zurückkommen.
Die Friedberger Teams im Überblick
| Mannschaft | Klasse | Platzierung | Aktive |
|---|---|---|---|
| Friedberg 3 | Jugend mixed (ab 14) | 2. (Vize-Meister) | Julina Kimmel, Marc Kimmel, Sara Tuffentsammer, Alexandra Wachtel |
| Friedberg 1 | Schüler mixed (bis 13) | 4. | Camille Bidmon, Amelie Pamer, Lisa Marie Rank |
| Friedberg 2 | Jugend mixed (ab 14) | 6. (Vorkampf) | Emily Ullmann, Marla Keßler, Vivien Lichtenstern |
Album SMM Trampolin 2026 – Serie 1
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Album – SMM Trampolin 2026 – Serie 2
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Album – SMM Trampolin 2026 – Serie 3
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