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17. 09. 18
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Handball

AZ16.09.18

Friedberg strauchelt beim Auftakt in der Bayernliga

 

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Ein Aufbäumen in der zweiten Hälfte konnte die restlichen Fehler nicht wett machen. Welche Lehren die neue Trainerin Christina Seidel ziehen will.

Mit einer 24:27 (10:15) Heimniederlage sind die Handballer des TSV Friedberg in die Bayernliga gestartet. Gegen den TSV Lohr reichte auch eine deutliche Leistungssteigerung nach der Pause nicht für den Erfolg.

Im ersten Pflichtspiel für die neue Trainerin Christina Seidel erwischten die Gastgeber nämlich schwache erste 30 Minuten. In der 6-0-Deckung, die ihren Abwehrchef Paul Thiel in der letzten Woche durch eine Hüftverletzung verloren hatte, taten sich oft große Lücken auf. Torhüter Benjamin von Petersdorff bekam an diesem Tag keinen Ball zu fassen und wurde bereits nach einer Viertelstunde durch Felix Dorsch ersetzt. Doch auch der zweite Friedberger Schlussmann wurde zu oft von seinen Vorderleuten im Stich gelassen.

Oft rückten die Gastgeber zu spät heraus, auch der Kreis bekam immer wieder zu viel Platz. Und vorne machten sich die Friedberger durch zahlreiche Ballverluste und leichte Abspielfehler das Leben auch selbst schwer. So konnten die beinahe 500 Zuschauer in der TSV-Halle keine gute erste Hälfte ihrer Mannschaft erleben. Friedberg lag stets zurück, über ein 5:7 und ein 6:9 ging es mit einem 10:15 in die Kabinen.

Friedberg steigerte sich zeitweise enorm

Zwei schnelle Gegentore ließen im zweiten Durchgang nicht auf Gutes hoffen. Aber danach steigerte sich Friedberg vor allem defensiv enorm. Fabian Abstreiter und Alexander Prechtl machten in der Zentrale einen guten Job, Lohr traf nun gar nicht mehr ins Tor. Lange blieb es für Friedberg bei diesen 17 Gegentoren, die Herzogstädter machten jetzt vor allem über die erste und zweite Welle viel.

Neuzugang Karlo Tomic traf in dieser Phase fast nach Belieben, auf der Mitte setzte Timo Riesenberger seine Mitspieler mehrfach gut ein und machte auch selbst schöne Tore. So konnte Friedberg das Spiel drehen, nach 47 Minuten stand es 18:17.

Doch dieser Aufschwung war nur von kurzer Dauer. Friedberg schwächte sich defensiv durch einige Zeitstrafen, zudem häuften sich nach der Führung bei eigenem Ballbesitz wieder die Unkonzentriertheiten. Nach dem 19:19 in der 50. Minute endeten die nächsten drei Angriffe torlos: Friedberg erlaubte sich einen technischen Fehler, danach einen Fehlpass bei einem vielversprechenden Konter und dann ein ungenaues Kreisanspiel.

Friedbergs neue Trainerin Christina Seidel.
Bild: Michael Hochgemuth

Nach dem 21:22 sieben Minuten vor dem Ende hatte der sonst sichere Linksaußen Luca Kaulitz Pech mit einem Pfostentreffer. Friedberg agierte in der Schlussphase zudem oft zu hektisch und unkonzentriert. Die leichten Ballverluste dauerten an, die defensive Stabilität ging wieder verloren. Somit musste sich der TSV den Gästen aus Lohr mit 24:27 (10:15) geschlagen geben und startete mit einer Heimniederlage in die Bayernliga.

 

Das fordert die neue Trainerin Christina Seidel

Trainerin Christina Seidel zog folgende Bilanz: „Wir alle sind sehr enttäuscht von der Niederlage. Heute war auf jeden Fall mehr drin. Wir haben vor allem im Angriff zu wenig gemacht. Defensiv hat es immer wieder gute Ansätze gegeben, aber vorne haben wir uns, bis auf die Phase, in der wir das Spiel kurz gedreht haben, zu viele Fehler geleistet.“

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